Ekatarinburg – erster Halt in Asien

Unbemerkt überquerten wir am Morgen die Landgrenze zwischen Europa und Asien. Der Ural war dort nicht mehr als ein paar Hügel. Dass wir in Asien angekommen waren, wurde uns erst bewusst, als uns die Dame in der Touriinfo darauf hinwies (und an dem exquisiten Wokgericht, was ich zum Mittag hatte).

Nach einer ruckeligen, aber okayen Nacht im Zug und einem kleinen Frühstück mit Instant-Haferbrei kamen wir um kurz nach 12 Uhr Ortszeit in Ekatarinburg (sprich: Jekatarinburg) an. Der Bahnhof ist sehr groß und hat Wartesäle mit beeindruckenden Deckengemälden. Wir machten uns kurz frisch, gaben unser Gepäck zur Aufbewahrung und machten uns dann mit der Metro ins Zentrum auf.

Die Touristinfo empfahl uns, der roten Linie zu folgen. Dabei handelt es sich um eine Markierung auf dem Gehweg, die einen an den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeiführt.

Das Wetter war allerdings nicht unser Freund und so saßen wir eine Weile in einem Mittagslokal und überlegten uns einen Regenplan: Trolleybus fahren. Wir stiegen spontan in den Trolleybus der Linie 3 und fuhren einmal durch die Stadt bis in den Stadtteil Uralmasch, denn dort sollte es Bauhaus-Gebäude geben. Die gab es auch, waren aber nicht im besten Zustand. Trotzdem war es ganz interessant, mal einen Vorort zu sehen.

Mit einer Straßenbahn (Tatra T3 mit Beschleuniger) ging es zurück ins Stadtzentrum um noch ein paar Sachen einzukaufen. Mittlerweile kam auch die Sonne wieder raus und Ekatarinburg zeigte uns noch einmal seine schöne Seite.

In Ekatarinburg verkehren auch viele alte Busse, die eine klar erkennbare Vergangenheit in Deutschland haben. Was mich auch sehr fasziniert hat, sind die LED-Laufbänder in den Bussen, die nicht nur die aktuelle Station anzeigen, sondern auch Jobangebote, Werbung für den Hauskauf und Einladungen zu Stadtspaziergängen 18+ „Ekatarinburg – Stadt der Liebe“.

Zu Fuß machten wir uns dann zurück zum Bahnhof, denn uns standen ja zwei weitere Nächte im Nachtzug bevor. Wir aßen noch etwas im Bahnhofsrestaurant und beobachteten die Abfahrtstafel, da unser Zug (der immerhin auch schon aus Moskau kam) 40 Minuten Verspätung hatte.

Jetzt sitzen wir im Zug und fahren durch die ewigen sumpfigen Landschaften Sibiriens mit gelegentlichen Zwischenhalten. In Barabinsk könnte man dabei zum Beispiel geräucherte Fische kaufen (zur Freude der anderen Fahrgäste im Wagen).

Es gibt Instantnudeln zum Essen

/ju

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