Wohin des Weges?

..war eine Frage die wir viel zu hören bekamen, als wir an unserem zweiten Tag in Krasnojarsk unterwegs waren. Unser Ziel war der Stolby-Nationalpark vor den Toren der Stadt. Von unserem Hotel aus konnten wir direkt mit der Buslinie 37 zum Park fahren, allerdings sahen wir wohl so aus, als ob wir nicht regelmäßig mit dieser Linie fahren würden und die Schaffnerin fragte uns nach unserem Ziel und war der Meinung, dass wir im falschen Bus seien. Die Dame in der Reihe vor uns pflichtete ihr bei. Nach etwas hin und her, stellte sich aber raus, dass wir richtig waren, denn der Bus fuhr zum Funpark am Fuße des Takmak (und nicht direkt in den Park, daher die Verwirrung).

Die Entscheidung zum Funpark zu fahren, bewährte sich, da uns dort eine beeindruckende Sommerrodelbahn (Russisch: роделбан) erwartete. Erst ging es den ganzen Berg rauf und dann in 4,5 Minuten wieder runter. Aber seht selbst:

//hier kommt ein Video, sobald das Netz gut ist//

Nach der Rodelbahn ging es mit dem Sessellift wieder nach oben und wir machten uns zu Fuß auf zum Takmak, dem Hausberg von Krasnojarsk.

Vom Takmak, den wir in Ermangelung von Kletterausrüstung nicht komplett erklimmen konnten, stellte sich die Frage nach dem besten Weg nach unten.

Wir sprachen dann zwei Wanderer an, deren erfahrenes Alter uns vermuten lies, dass sie sich auskennen. Wir kamen etwas ins Gespräch und sie zeigten uns einen kleinen Weg zu einem fantastischen Blick auf die Gipfelgruppe.

Julius und die erfahrenen Wanderer

Eigentlich wollten wir über einen Weg hinter dem Gipfel absteigen, aber die Vehemenz und der Tonfall mit dem die beiden erfahrenen Wanderer und davon abrieten, lies uns einen anderen Weg wählen. Zwar entgegen unseres Abenteurerdrangs, aber getreu der Weisheit: Höre immer auf die Einheimischen.

Wieder im Tal angekommen, fanden wir den Weg mit dem Bus zurück in die Stadt zu langweilig und entschlossen uns zu Fuß über die zweite Bergkette nach Krasnojarsk zurück zu laufen. Auf der Suche nach einer Brücke über den kleinen Fluss sprachen wir ein paar Damen an, die uns auch fragten wohin wir denn wöllten. Brücken gebe es keine, aber man könne durchwaten. Naja wenn die Einheimischen es sagen, wird das wohl gehen 😄

Nach dem Fluß ging es über einen Bergkamm zurück nach Krasnojarsk. Die Gegend war eher dörflich, mit gelegentlichen Blicken auf die Stadt (und ihren Smog).

Blick auf den Takmak

Alles in allem ein spannender Tag, abseits der Stadt und abseits der touristischen Wege.

/ju

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