Nach dem wir gestern ja schon erste Blicke auf den Baikal werfen könnten, hatten wir heute den ganzen Tag fürs Erkunden von Listwijanka und Umgebung.
Wir übernachten hier in „Olga’s Guesthouse“ und Gastgeberin Olga ließ uns heute nicht ohne ein gutes Frühstück mit Haferbrei und Pfannkuchen mit selbstgemachter Marmelade in den Tag starten.
Unser erstes Ziel war der Sessellift hinauf zu einem der Berge am Seeufer. Nach etwas umherirren fanden wir auch die Talstation und konnten schon bald die Aussicht auf den einzigen Abfluss des Baikals, die Angara, bewundern.


Für den Weg nach unten wählten wir verschiedene Weg: Während Max wanderte und ich entspannt mit der Seilbahn fuhr, wagten Torsten und Jan das Abenteuer und fuhren mit einer Zipline ins Tal.



Alle lebendig unten angekommen, machten wir uns wieder in Richtung Seeufer auf mit dem Ziel die Fähre nach Port Baikal auf der anderen Angaraseite zu nehmen. Diese fuhr leider aber nicht zeitlich passend, was aber kein Problem darstellen sollte, denn am Anleger wartete schon ein Privatboot was uns fix nach Port Baikal brachte.




Port Baikal, ehemals Start des Trajekts über den See und Ausgangspunkt der Circum-Baikal-Bahn, hat seine besten Tage schon gesehen. Der Bahnhof ist zwar hübsche renoviert, Museum und Restaurant waren aber leider geschlossen. Der Rest des Ortes sind verstreute Gebäude, Container und Schifswracks.



Auf der Suche nach einem Mittagessen kehrten wir in die Hafebar ein. Dort wurden von einem Arbeiter der russischen Eisenbahn RŽD angesprochen ob wir Österreicher seien. Das folgende Gespräch gestaltete sich etwas schwer, da er schon gut etwas getrunken hatte, unser Russisch beschränkt ist und der einzige Deutsche Satz seines Wortschatz „Sprechen Sie Deutsch“ war. Aber er hatte sichtlich Spaß und hat uns am Ende noch vier mal Eis geschenkt.

Da Port Baikal ja nicht so war, nahmen wir die (dieses mal reguläre) Fähre zurück nach Listwijanka und machten uns auf den Weg zum Strand. Dabei mussten wir einmal durch den ganzen Ort und mussten feststellen, dass diese Ort ein reiner Touristenort ist. Allerorts wurden Bootsausflüge angepriesen und Restaurant reiht sich an Imbiss an Hotel an Souvenirladen. Im Restaurant heute Abend waren zeitweise auch alle Tische mit Deutschen belegt 😀
Nach dem wir den Strand gefunden hatten (der sehr steinig ist) wagten sich Jan, Max und Torsten ins Wasser. Mir reichte schon ein Fußbad, denn es ist wirklich kalt.

Nach dem Abendbrot waren wir noch Sterne über dem dunklen See gucken und sitzen jetzt wieder bei Olga im Haus. Wieder ein voller Tag mit vielen Erlebnissen und Eindrücken.
/ju
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